Verlässliche Grundschule Hagen
Schule f. Schüler/innen kath. Bek.
Landwehrstr. 5, 49377 Vechta
Tel.: 04441/2847 Fax.: 04441/853496
eMail: vgs.hagen@t-online.de

Schulprogramm

Inhaltsverzeichnis

1. Präambel

2. Die Grundschule heute - kurz vorgestellt

3. Geschichtliche Entwicklung

4. Bestandsaufnahme mit Stärken- und Schwächenanalyse

5. Leitziele und Schwerpunkte

6. Evaluation und Schulqualitätsentwicklung


1. Präambel

Das grundsätzliche Anliegen unserer katholischen Grundschule, die auch von Kindern anderer Konfessionen besucht wird, ist die Gestaltung des Schulalltags und die Erziehung der uns anvertrauten Schüler/innen auf der Grundlage eines christlichen Weltbildes in Verbindung mit dem Bildungsauftrag des Niedersächsischen Schulgesetzes.

Das vorliegende Schulprogramm soll die Qualität unserer pädagogischen Arbeit sichern und verbessern und unsere Bildungs- und Erziehungsaufgaben strukturieren. Es beinhaltet sowohl eine Bestandsaufnahme unserer pädagogischen Tätigkeit als auch ein Leitbild, unsere Zielvorstellungen sowie Maßnahmen zu deren Umsetzung.

Unser Schulprogramm ist ein Arbeitsprogramm, das Veränderungen unterliegt. Es soll Orientierung schaffen für unsere Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte und sie anregen, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

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2. Die Grundschule Hagen heute - kurz vorgestellt

Die Grundschule Hagen ist eine einzügige verlässliche Grundschule für Schüler/innen katholischen Bekenntnisses, die auch von einigen evangelischen, islamischen und konfessionslosen Kindern besucht wird. Sie ist eine von acht Grundschulen in Trägerschaft der Stadt Vechta und liegt im südlichen Teil der Stadt, zum Teil noch ländlich geprägt. Sie hat ein direktes zum großenTeil um die Schule herum liegendes und ein sich mit der Alexanderschule überschneidendes Einzugsgebiet. Da manche Kinder mehr als 2 km entfernt wohnen, ist eine Buslinie eingerichtet. Insgesamt besuchen im Schuljahr 2010/11 98 Kinder die Grundschule Hagen, die von sieben Lehrkräften und einer Lehreranwärterin unterrichtet werden. Zusätzlich gehören dem Kollegium vier Pädagogische Mitarbeiterinnen für Betreuung und Vertretung an.

Seit dem 01.08.2010 ist die Grundschule Hagen eine „Offene Ganztagsschule“ und bietet an drei Tagen in der Woche ein Ganztagsangebot bis 15.30 Uhr an, das von 45 Kindern wahrgenommen wird. Dadurch hat sich unser Kollegium um vier im Nachmittagsangebot arbeitenden Kolleginnen erweitert (s. Ganztagskonzept).

Die Grundschule Hagen verfügt über fünf Klassenräume, eine Pausenhalle, einen Gruppenraum, ein Besprechungszimmer, vier kleine Lehrmittelräume, ein Lehrerzimmer mit kleiner Küche, ein Schulleiterzimmer, einen Hausmeisterraum, einen Putzraum sowie Schüler- und Lehrertoiletten. Im Obergeschoss ist zusätzlich ein Mehrzweckraum eingerichtet, der insbesondere für Fachunterricht (z.B. Englisch, Musik, kath. Religion) und für Unterricht am PC genutzt wird (ausführliche Beschreibung im Konzept „Raumordnung“).

Der Schulhof ist genügend groß und bietet viele Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Nachmittags steht er als öffentlicher Spielplatz zur Verfügung.

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3. Geschichtliche Entwicklung

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lagen alle Vechtaer Schulen im Zentrum der Stadt, so dass die Schulwege für manche Kinder aus dem heutigen Einzugsgebiet der Grundschule Hagen bis zu 6 km lang waren. In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg verfolgte das Großherzogliche Katholische Oberschulkollegium in Vechta konsequent das Ziel, den Schulkindern die weiten Wege, die selbstverständlich zu Fuß zurückgelegt werden mussten, zu ersparen. Auch sah man zu dieser Zeit eine einklassige Schule als absolut leistungsfähig an. Aus diesen Gründen beschlossen das Oberschulkollegium und der Stadtrat die Gründung der Schule in Hagen, die im April 1912 mit etwa 50 Kindern eröffnet wurde. Da in den folgenden Jahren die Kinderzahl stark zunahm, musste 1921 eine zweite Klasse eingerichtet werden. Vom 1. April 1932 sind folgende Zahlen bekannt: In der Unterstufe (1. - 4. Schuljahr) wurden 63 Kinder und in der Oberstufe (5. - 8. Schuljahr) 59 Kinder unterrichtet. Diese Zahlen blieben in den nächsten Jahren in etwa konstant, steigerten sich aber nach Beendigung des 2. Weltkrieges.

Im Jahre 1953 wurde die Schule um einen Zwischenraum mit zwei Klassenräumen und einigen Nebenräumen erweitert. 1955 war die Schule auf fünf Klassen mit 260 Schülern angewachsen. Ein weiterer Anbau mit zwei Nebenräumen erfolgte im Jahre 1960. Doch die Reformen der schulischen Entwicklungen veränderten die Volksschule Hagen stark. Nach Einführung des 9. Schuljahres 1962 besuchten die Mädchen die Liobaschule und die Jungen die Alexanderschule. Diesen Schulen wurden 1966 auch die 7. und 8. Schuljahre zugewiesen. Am 1.8.1968, nach Einführung der Förderstufe, wurden auch die 5. und 6. Schuljahre abgegeben, so dass nur die Grundschule in Hagen blieb.

Am 1.8.1973 besuchten 173 Kinder in fünf Klassen die Schule, die aber am 1.8.1980 einzügig mit zu diesem Zeitpunkt 94 Kindern wurde.

Im Jahre 1975 war die Hagener Grundschule zum ersten Mal von einer Eingliederung in eine andere Schule bedroht, weil das Gebäude der Grundschule an den Caritas-Verein für den Ausbau der Einrichtungen für Behinderte abgegeben werden sollte. Dies wurde durch massiven Elternprotest verhindert. Im Jahre 1982 wurden neue Schulbezirksgrenzen für alle Vechtaer Grundschulen festgelegt. Im Vorfeld des 75-jährigen Jubiläums im Jahr 1987 kam es erneut zu einer öffentlichen Diskussion um den Erhalt der Schule. Es bildete sich die Bürgerinitiative „Rettet die Grundschule Hagen“, die von den Politikern eine Bestandsgarantie und eine Sanierung des Schulgebäudes forderte. Nach vielen Protesten beschloss der Stadtrat im März 1989, dass die Schule an ihrem jetzigen Standort bleiben und renoviert werden sollte. Dies geschah 1990/91 mit einer grundlegenden Sanierung und dem Anbau einer Pausenhalle sowie weiterer Räume. Im Jahre 2001 wurde die Grundschule in eine Verlässliche Grundschule umgewandelt. Seit diesem Zeitpunkt wird das Kollegium von Pädagogischen Mitarbeiterinnen, die für Betreuung und Vertretung zuständig sind, unterstützt.

Im Jahre 2005 wurde im Obergeschoss ein Mehrzweckraum eingerichtet und mit Computern ausgestattet. Am 1.8.2010 wurde die Grundschule Hagen an drei Tagen der Woche eine „Offene Ganztagsgrundschule“, in der die Schüler/innen nach einem gemeinsamen Mittagessen ihre Hausaufgaben erledigen und Arbeitsgemeinschaften besuchen können.

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4. Bestandsaufnahme mit Stärken- und Schwächenanalyse

Auf einer schulinternen Lehrerfortbildung im Herbst 2007, an der vier weitere kleine Grundschulen teilnahmen, wurde mit der Arbeit am Schulprogramm begonnen.

Im Vorfeld wurde mit Hilfe eines externen Institutes (smi Schulmanagement-Institut in Norderstedt) eine Fragebogenerhebung unter Eltern, Lehrkräften und Schülern durchgeführt, um mit Hilfe der Ergebnisse auf der Fachtagung am 21./22.09.2007 eine Stärken- und Schwächenanalyse durchführen zu können. Bei dieser Bestandsaufnahme ergaben sich folgende Hauptresultate:

An der Fragebogenerhebung nahmen alle 6 Lehrpersonen, 59 Schülerinnen und Schüler und 49 Eltern (zum Teil von Geschwisterkindern) teil. Die Rücklaufquote war mit fast 90 % sehr hoch. An Schüler und Eltern des ersten Schuljahres wurden wegen der gerade zuvor erfolgten Einschulung noch keine Fragebögen ausgeteilt. Wesentliches Ergebnis der Erhebung ist eine äußerst hohe Gesamtzufriedenheit der Schüler, Eltern und Lehrkräfte mit der Verlässlichen GS Hagen (100% der Lehrer, 100% der Schüler und 98% der Eltern). In dem Ausmaß der Zufriedenheit mit unserer Schule wird vor allem eine Anerkennung der hier geleisteten Arbeit deutlich.

Die Befragung hat ergeben, dass es an unserer Schule keine signifikante Gewaltproblematik gibt. Weiterhin stellte sich heraus, dass der Unterricht kaum durch Disziplinprobleme belastet wird. (ausführliches Ergebnis siehe Fragebogen im Anhang)

Insgesamt konnte aus der Erhebung eine Stärken-Schwächenanalyse erstellt werden.

Das Kollegium hat sich auf folgende Stärken verständigt:

kleine, überschaubare Schule

Das Kollegium hat folgende Schwächen erkannt zum Anlass der Weiterarbeit:

Fördern und Fordern

Fachkonferenzen

- unregelmäßige Fachkonferenzarbeit

- kaum vollständige schuleigene Arbeitspläne nach den neuen

Kerncurricula

Aufgrund dieser Stärken- und Schwächenanalyse wurden auf der Fachtagung Arbeitsvorhaben festgelegt und die dazu notwendigen Maßnahmen erörtert. In der Folgezeit wurden schuleigene Arbeitspläne erarbeitet und in Fachkonferenzen verabschiedet, Leitbild und Leitziele für das Schulprogramm sowie Konzepte ausgearbeitet und von der Gesamtkonferenz genehmigt (s. Leitziel „Zusammenarbeit im Kollegium und mit Eltern“, FK- und GK-Protokolle)

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5. Leitziele und Schwerpunkte

5.1. Leitbild und pädagogischer Grundkonsens

Unsere Schule stellt eine Lern- und Lebensgemeinschaft für alle am Schulleben Beteiligten dar. Alle Kinder, Lehrkräfte, Mitarbeiter und Eltern sollen sich in der Schule wohl fühlen. Das erfordert gegenseitige Achtung, aber auch Rücksichtnahme und Toleranz. Ein gelebtes Miteinander und Füreinander setzt eine intensive Kommunikation und Zusammenarbeit aller voraus. Dazu gehören die wechselseitigen Informationen über Vorhaben und Vorgänge in der Schule seitens der Lehrkräfte, der Eltern und der Schüler/innen. Gemeinsame Veranstaltungen im Laufe des Schuljahresrhythmus fördern und erleichtern das Miteinander.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule bildet die Grundlage dafür, dass Eltern die erzieherischen Intentionen der Schule unterstützen und begleiten. Wir verstehen Schule in erster Linie als einen Ort des Lernens und Lehrens. Wir holen alle Kinder mit ihren jeweiligen Begabungen und Interessen dort ab, wo sie sich befinden. Die Schule entwickelt und fördert die Lern- und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Unterrichts- und Erziehungsaktivitäten stehen unter dem Leitgedanken der Erziehung zur Selbstständigkeit und der Stärkung des Selbstvertrauens. Alle am Schulleben Beteiligten gehen respektvoll, höflich, tolerant und freundlich miteinander um. Darum gilt es, auch soziale Regeln einzuüben, zur Persönlichkeitsentwicklung der Schüler/innen beizutragen und in demokratische Wertvorstellungen einzuführen. Um all dieses zu erreichen, stellen wir folgende Leitziele auf:

Wir wollen




5.2. Übersicht: Unsere Ziele und ihre schulische Umsetzung
(wird nachgereicht)




5.3. Vermittlung eines Grundwissens

Grundlage des Unterrichts in allen Fächern sind unsere schuleigenen Arbeitspläne, die nach den Vorgaben der seit dem Schuljahr 2006/07 geltenden Kerncurricula von unserem Kollegium erstellt und später zum Teil ergänzt bzw. evaluiert wurden.

In Fachkonferenzen und Fachdienstbesprechungen werden die Inhalte des Unterrichts und deren zeitliche Abfolge vereinbart. Damit soll gewährleistet werden, dass die Schüler/innen die wichtigen Kulturtechniken schrittweise und logisch aufeinander aufbauend erlernen. Bei diesem planmäßigen Vorgehen soll ein eigenes für unsere Schule entwickeltes Methodenlernen unterstützend wirken. Für jedes Schuljahr ist die Einführung bestimmter Techniken festgelegt, um das Einprägen von Informationen und der Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erleichtern (s. Methodenkonzept).

In allen Klassen wird ein großer Teil des wöchentlichen Unterrichts von der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer erteilt. Dies gilt verstärkt für die Klassen 1 und 2, und aus diesem Grunde sind die betreffenden Lehrkräfte bereit, sich auch in fachfremden Unterricht einzuarbeiten. Es ist aber festgelegt, dass in diesen beiden Klassenstufen mindestens eine Fachlehrkraft zusätzlich unterrichtet. In den Klassen 3 und 4 werden gemäß den Vorgaben in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht zwei Lehrkräfte eingesetzt.

Durch die hohe Präsenz der Klassenlehrerin oder des Klassenlehrers ist ein verstärkter erzieherischer Einfluss auf die Schüler möglich, da die Lehrkraft mehr Zeit für Probleme der Schüler und damit auch für Konfliktlösungen in ihrer Klasse hat. Der intensive Kontakt der Klassenlehrerin mit den Kindern ermöglicht den Aufbau von Bindungen, die für eine erfolgreiche Grundschulzeit wichtig sind.

Förderunterricht soll lernschwächere Schüler/innen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Schwierigkeiten beim Erwerb der Kulturtechniken helfend unterstützen. Er findet zuerst im Rahmen der inneren Differenzierung statt. Darüber hinaus ist regelmäßiger Förderunterricht für Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache, für leseschwächere Kinder im 2. Schuljahr sowie Sportförderunterricht für Kinder mit Defiziten in der motorischen Entwicklung eingerichtet. Besonders begabte Schüler/innen können an Angeboten des Kooperationsverbundes Hochbegabung teilnehmen (s. Förderkonzept, Leitziel „Erziehung zur Leistung“).




5.4. Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens

Wir legen in unserer Erziehungsarbeit großen Wert auf die Vermittlung persönlicher Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Höflichkeit, Pünktlichkeit und sozialer Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Toleranz, Wertschätzung. Diesen Anspruch möchten wir mit Hilfe folgender Maßnahmen und Konzepte gerecht werden:

Das soziale Lernen ist neben dem Unterricht ein Hauptanliegen unserer schulischen Arbeit. Unsere Schulordnung regelt den Umgang miteinander. Sie hängt für alle Kinder deutlich sichtbar im Flur und wird zu Beginn jeden Schuljahres und bei aktuellen Anlässen in allen Klassen thematisiert (s. Schulordnung). Außerdem stellt jede Klasse ihre eigenen Klassenregeln auf.

In der täglichen Arbeit achten wir auf die Einhaltung der Schulordnung und der Klassenregeln, die auch ihren festen Platz im Klassenraum haben. Bei Nichteinhaltung ergreifen wir dem betreffenden Anlass gemäß entsprechende Maßnahmen. Dabei ist uns wichtig, dass die Kinder ihr Verhalten reflektieren und sich z.B. entschuldigen oder/und wenn möglich, sich um Wiedergutmachung bemühen.

Die Schüler sollen lernen, über Streit zu sprechen. Dazu fordern zum einen Themen in unseren Schulbüchern wie z.B. „Miteinander“, „Zusammenleben“, „Streit“, „Ich-du-wir“ heraus, insbesondere im Religionsbuch. Zum anderen bemühen wir uns, bei aktuellen Streitsituationen mit den betroffenen Kindern den Sachverhalt zu klären. Die Kinder erhalten dabei die Chance, ihre Gedanken und Gefühle zu äußern und müssen jeweils dem anderen Kind bzw. den anderen Kindern zuhören. Sie lernen zu sprechen, anstatt zu schreien oder zu schlagen und sich füreinander verantwortlich zu fühlen.

Damit alle am Schulleben Beteiligten sich in der Schule wohl fühlen können, ist ein angenehmes Schulklima von großer Bedeutung. Zum Aufbau einer guten Schulatmosphäre tragen insbesondere gemeinsame regelmäßig wiederkehrende Feiern und weitere Schulveranstaltungen bei, die den Zusammenhalt und die Identifikation mit der Schule fördern. Sie haben an unserer Schule einen hohen Stellenwert, und bei ihrer Vorbereitung sowie Umsetzung werden Kinder und Eltern stark einbezogen (s. Konzept „Schulleben“)

Das regelmäßig wiederkehrende Forum spielt in unserem Schulleben eine besondere Rolle. Kinder und Lehrpersonen bereiten ein vielseitiges Programm vor, das z.B. aus Gedichten, Liedern, Tänzen, Sketchen, kleinen Theaterstücken besteht. Auch unsere Bläserklasse und der Schulchor bereichern das Programm. Da zu den Foren immer die Eltern eingeladen werden, sind die Kinder zum Lernen und Einüben hoch motiviert. Durch das Auftreten, Vortragen und Präsentieren ihrer Darbietungen werden ihr Selbstvertrauen und damit ihre Persönlichkeitsentwicklung gestärkt (s. Konzept „Unser Forum“).

Bereits vor Jahren wurde an unserer Schule ein „Patenschaftsmodell“ eingerichtet, damit den Schulanfängern die Eingewöhnung in den Schulalltag erleichtert wird. Schon im letzten Kindergartenjahr lernen die Schulneulinge beim „Projekt Lesefreund“ und bei weiteren Veranstaltungen zum Übergang in die Grundschule ihre Patin oder ihren Paten aus dem 2. Schuljahr kennen. Diese bereiten auch die Einschulungsfeier vor und gestalten sie aktiv mit. Die Paten stehen den Schulanfängern auch weiterhin hilfreich zur Seite. Bei gemeinsamen Veranstaltungen der jeweiligen Patenklassen wird das Patenschaftsverhältnis vertieft.

Auch durch die Übernahme von Klassenämtern lernen die Kinder, Verantwortung zu übernehmen, wodurch ihr Selbstwertgefühl gestärkt wird. Das trifft insbesondere auf das Amt des Klassensprechers oder der Klassensprecherin sowie des Vertreters oder der Vertreterin zu. Diese Kinder sollen die Wünsche, Anregungen oder Kritik ihrer Klassenkameraden und Klassenkameradinnen an die Schulleiterin und an den Personalrat weitergeben und dadurch ein demokratisches Mitwirkungsrecht im Gestaltungsprozess der Schule ausüben.

Obwohl wir eine Grundschule für Schüler/innen katholischen Bekenntnisses sind, nehmen wir auch Kinder anderer Konfessionen auf. So lernen unsere Kinder frühzeitig, sich mit anderen Kulturen und Weltanschauungen auseinanderzusetzen und das Anderssein zu tolerieren sowie als etwas Bereicherndes zu begreifen.

Die Erziehung zur Toleranz durch Begegnungen mit Menschen, die anders sind, ist umso erfolgreicher, je früher sie beginnt. Neben der Behandlung von entsprechenden Themen in manchen unserer Schulbücher ist uns das gelebte Miteinander mit Menschen, die als anders wahrgenommen werden, ein wichtiges Anliegen.

Nur einige hundert Meter von unserer Schule entfernt, liegt das Altersheim St. Hedwig-Stift. Darum ergibt sich für uns die Chance, dass unsere Kinder durch ihre Besuche dort das Altwerden als einen Teil des Lebenslaufs begreifen. Es bereitet ihnen Freude, alten Menschen vor- und mit ihnen gemeinsam zu singen oder z.B. ein Theaterstück vorzuführen. So lernen sie manchmal ihnen fremde Verhaltensweisen, besonders bei pflegebedürftigen alten Menschen, kennen und damit umzugehen.

Eine besonders enge Kooperation besteht mit der benachbarten Erich-Kästner-Schule, einer Förderschule für Schüler/innen mit einem Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung. Durch gemeinsame Veranstaltungen lernen behinderte und nichtbehinderte Kinder sich kennen und tolerant miteinander umzugehen. Ziele dieser regelmäßigen wechselseitigen Besuche sind die Erziehung zur gegenseitigen Hilfeleistung, Rücksichtnahme, Abbau von Ängsten und Hemmungen im Umgang miteinander und die Förderung der sozialen Akzeptanz bei allen Schülern

(s. Kooperationsvereinbarungen).




5.5. Erziehung zur Leistung

Das Ziel unserer Leistungserziehung soll sein, die Kinder dazu zu erziehen, etwas leisten zu wollen und ihnen die Erfahrung zu ermöglichen, dass sie etwas leisten können. Wir sehen es als unsere Aufgabe, dafür die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen.

Die Erziehung zur Leistung soll nicht individualistisch oder konkurrenzorientiert sein, sondern sie soll auch die sozialen Beziehungen der Kinder untereinander stärken und zu erfolgreicher Kooperation anleiten. Die zur Leistungserziehung gehörende Leistungsbeurteilung soll nicht nur die erzielten Ergebnisse, sondern auch die jeweils erfolgten Anstrengungen und Lernfortschritte der einzelnen Kinder im Blick haben. Sie soll Information und Rückmeldung bieten, sowohl für Eltern und Kinder als auch für uns Lehrkräfte. Die beurteilte Leistung kann dann als Grundlage für die weitere Planung des Unterrichts und das Einleiten von Förder- und Fordermaßnahmen genutzt werden. Dabei kann es hilfreich sein, gelegentlich auch Fehler und Umwege als Möglichkeit für den Kompetenzerwerb zu sehen.

Bei den fachspezifischen Aufgaben, die zur Leistungsfeststellung herangezogen werden, bemühen sich die Lehrkräfte um eine inhaltliche und anforderungsbezogene Übereinstimmung von erfolgtem Unterricht und gestellter Aufgabe sowie um eine verständliche Formulierung.

Die Leistungserziehung in diesem Sinne beinhaltet folgende Aspekte:

Die Leistungsanforderungen - schriftliche, mündliche und andere fachspezifische Lernkontrollen - sind durch die Fachkonferenzen festgelegt (s. Ordner „Leistungsfeststellung und - beurteilung). Mit den Schüler/innen wird über die Leistungserwartungen und Leistungskriterien sowie über die Beurteilungen gesprochen und auf Elternabenden werden die Eltern darüber informiert. In unserem parallelen Jahrgang tauschen sich die Lehrkräfte über die Leistungsstände beider Klassen und über gleiche Bewertungskriterien aus. Alle Schüler/innen sollen motivationsfördernde und individuelle Leistungsrückmeldungen erhalten, so dass diese konkreten Hinweise die weitere Lernentwicklung positiv beeinflussen.

Durch die individuellen Lernbedürfnisse wird eine Differenzierung des Unterrichts notwendig, denn Kinder unterscheiden sich in ihrer Lernfähigkeit, Lerngeschwindigkeit und Leistungsbereitschaft, in ihrem Vorwissen, ihren Interessen und ihrer Konzentrationsfähigkeit, in ihrer Verstehens- und Sprachkompetenz sowie in ihrem Sozialverhalten. Daher sind Schüler mit allen möglichen Begabungen, unterschiedlichem Leistungswillen und ganz verschiedener Motivation in einer Gruppe zusammen. Durch innere oder äußere Differenzierung sollen sie die Möglichkeit erhalten, ihren Fähigkeiten, Begabungen und Talenten entsprechend gefördert zu werden.

Äußere Differenzierung ist dann gegeben, wenn eine Schülergruppe nach bestimmten Differenzierungskriterien in relativ homogenen Lerngruppen längerfristig eingeteilt wird. Sie gibt es an unserer Schule in unterschiedlichen Formen. Es bestehen Fördergruppen für die Bereiche Sprach-, Sport- und Leseförderung. Auch in den Arbeitsgemeinschaften und im Bereich Musik (Chor, Bläserklasse) findet äußere Differenzierung statt.

Innere Differenzierung ist eine unterrichtsorganisatorische Maßnahme mit bestimmten Intensionen innerhalb einer heterogen zusammengesetzten, gemeinsam unterrichteten Lerngruppe. Das kann Differenzierung in der Art der Lehrerhilfe sein. Die Lehrkraft soll nach dem individuellen Bedarf der Schüler/innen einen hohen Grad an Selbstständigkeit vermitteln. Eine andere Möglichkeit ist die Differenzierung in der Anzahl der Aufgaben. Dies geschieht durch zusätzliche Aufgaben und freie Aufgabenwahl für schneller lernende Schüler; langsam arbeitende Schüler bearbeiten einen geringeren Aufgabenumfang. Eine weitere Art der Differenzierung ist der Einsatz vielfältiger Lernmaterialien. Der Bedarf an Hilfen und Anregungen im Lernprozess ist bei den Kindern unterschiedlich. Durch ausgewählte Medien kann er individuell angemessen werden (Arbeitsblätter, Nachschlagewerke, Lernprogramme, Sachbücher usw.).

Die Lehrkräfte achten in ihrem Unterricht darauf, dass der Unterricht Fragen aufwirft, die die Schüler zu besonderen Denkanstrengungen und Formulierungen anregen oder zu agierender oder gestaltender Form der Aufgabenlösung herausfordern. Es wird darauf geachtet, welche Schwächen und Talente sich bei den Schülern entwickeln. In geeigneter Form werden die Stärken einzelner Schüler individuell gefördert. Ebensoviel Aufmerksamkeit wird aber darauf verwendet, dem Zurückbleiben einzelner Schüler vorzubeugen.

In unserer Schule wird Wert darauf gelegt, besondere Leistungen zu präsentieren. Arbeiten aus dem Kunst-, Werk-, Sach- oder Religionsunterricht werden im Klassenraum, im Eingangsflur oder in unseren Schaukästen ausgestellt. In unseren regelmäßig stattfindenden Foren stellen die Klassen, Gruppen, Arbeitsgemeinschaften oder einzelne Kinder Beiträge vor, die von den zuschauenden Eltern und Mitschülern gewürdigt werden (s. Konzepte „Schulleben“, „Unser Forum“). Zu verschiedenen regelmäßig stattfindenden Wettbewerben entsendet unsere Schule ausgewählte Schüler/innen (s. Übersicht „Wettbewerbe“). An unserer Sportwand unter dem Motto „Sport macht Spaß“ werden sportliche Veranstaltungen als Bildcollagen sowie Urkunden aus Sportwettbewerben zur Ansicht für Schüler/innen und Eltern präsentiert.

Der Vorbildcharakter guter Leistung wird in der Absicht herausgehoben, auch andere zur Beteiligung und zur besonderen Anstrengung zu motivieren. Andererseits soll sich niemand eingeschüchtert fühlen. Gute Leistungen werden gelobt und kritische Anmerkungen werden mit fördernder Absicht verbunden.

Grundlage für Hausaufgaben an unserer Schule sind der Erlass „Hausaufgaben an den allgemein bildenden Schulen“ vom 16.12.2004 und unser darauf basierendes Hausaufgabenkonzept. Hausaufgaben unterstützen die Schüler/innen in ihrem Lernprozess, indem sie dazu beitragen, den Lernstoff zu festigen, den Unterricht vorzubereiten und das in der Schule Gelernte zu vertiefen. Sie sollen so angelegt sein, dass die Schüler/innen die Hausaufgaben selbstständig und in angemessener Zeit anfertigen können. Im Nachmittagsangebot unserer Ganztagsgrundschule können teilnehmende Schüler/innen ihre Hausaufgaben in der festgesetzten Zeit der Hausaufgabenbetreuung erledigen und erhalten, wenn nötig, dabei Unterstützung.

„Der beste Bildungsweg für jede Schülerin und jeden Schüler ist derjenige, der die spezifische Leistungsfähigkeit optimal zur Entfaltung bringt. Junge Menschen unterscheiden sich in ihren Begabungen und Fähigkeiten, in ihren Interessen und Neigungen. Heute ist hinlänglich bekannt, dass Schullaufbahnprobleme gerade bei besonders begabten Kindern und Jugendlichen auftreten können. Sie brauchen, um sich harmonisch und glücklich entwickeln zu können, wie jedes andere Kind eine Förderung, die ihren Bedürfnissen und ihrer Leistungsfähigkeit gerecht wird.“ (Ehemaliger Kultusminister B. Busemann, Presserklärung am 1.6.2006)

In diesem Sinne beobachten wir insbesondere die Schüler/innen des 3. und 4. Schuljahres. Dabei helfen uns die vom Kooperationsverbund Hochbegabung festgelegten Merkmale besonderer Begabung:

(s, Flyer „Hochbegabung fördern“ des Kooperationsverbundes Begabtenförderung

Vechta)

So erhalten die Lehrkräfte durch fortlaufende Beobachtung und Beschreibung des Lern- und Leistungsverhaltens Hinweise auf die individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen. Besonders begabten Kindern werden von den Verbundschulen des Kooperationsverbundes Vechta, zu dem auch unsere Schule gehört, vielfältige Angebote zur Förderung angeboten. Dazu gehören sowohl schulbezogene als auch seit dem Schuljahr 2006/07 schul- und schulformübergreifende Förderangebote. Die Auswahl erfolgt zunächst auf Vorschlag des Klassen- oder Fachlehrers. Die Schüler/innen können sich aber selbst für ein Angebot bewerben bzw. ihre Eltern. Entscheidend für die Aufnahme sind die im Kursangebot beschriebenen Teilnahmekriterien. In Zweifelsfällen entscheidet die Koordinierungsgruppe. Auch unsere Schule bietet in jedem Jahr ein neues Kursthema an (s. Ordner „Begabtenförderung“).




5.6. Förderung der musisch-kulturellen Bildung

Unser Ziel ist es, durch vielfältige musisch-kulturelle Angebote und Maßnahmen eine angenehme Schulatmosphäre zu schaffen, die Lehrer/innen und Schüler/innen zu wechselseitigem Lehren und Lernen motiviert. Veranstaltungen, Feste und Ausflüge gehören zu unserer Schulkultur und tragen so erheblich zur Öffnung der Schule nach außen bei. Ebenso ist das Kennenlernen fremder Kulturen ein wichtiges Anliegen.

Neben dem planmäßigen auf dem Kerncurriculum basierenden Musikunterricht gibt es an unserer Schule verschiedene Angebote:

In Kooperation mit der Kreismusikschule Vechta besteht für unsere Kinder seit dem Schuljahr 2005/06 die Möglichkeit, im Rahmen eines zweijährigen Projektes ein Blasinstrument zu erlernen. Musiklehrer der Kreismusikschule kommen zu unserer Schule, üben in der 1. Stunde getrennt nach Instrumenten und in der

2. Stunde mit allen Kindern gemeinsam. Auf diese Weise bietet sich den Kindern besonders früh die Chance, in einem Orchester zu spielen. Die jeweilige Bläserklasse tritt regelmäßig bei Schulfeiern auf und gibt eigene öffentliche Bläserkonzerte in der Pausenhalle unserer Schule.

Einmal in der Woche probt unser Schulchor, an dem Schüler/innen der 2., 3. und 4. Klasse teilnehmen können. Auch er bereichert unser Schulleben durch seine Auftritte bei Schulfeiern und Schulgottesdiensten. Er beteiligt sich bei der musikalischen Gestaltung von Sonntagsgottesdiensten und singt den Altenheimbewohnern des benachbarten Hedwig-Stiftes vor bzw. mit ihnen gemeinsam (z.B. im Advent oder im Frühjahr). Im Rahmen unserer engen Zusammenarbeit mit der Erich Kästner-Schule üben unsere Chorkinder gemeinsam mit Kindern dieser Schule Tänze und Lieder ein, die sie im Forum oder auf Veranstaltungen außerhalb der Schule präsentieren.

Ein wichtiges Anliegen ist es, den Kindern auch im Hinblick auf ihr späteres Leben den Zugang zu unterschiedlichen kulturellen Veranstaltungen zu ermöglichen. Darum besuchen wir in jedem Jahr die Theateraufführungen für Kinder auf der Freilichtbühne Lohne und von der Landesbühne Niedersachsen-Nord im Metropoltheater. Gerne nehmen wir die Einladungen anderer Schulen in Vechta an, ihre eigenen Musical- und Theateraufführungen anzusehen. Regelmäßig nehmen wir an Autorenlesungen für Kinder des von der Stadt Vechta organisierten „Bücherfrühlings“ teil. Insbesondere vor dem Besuch einer Kinderoper werden die Kinder im Musikunterricht darauf vorbereitet.

Neben der eigenen Kultur lernen die Schülerinnen und Schüler auch fremde Kulturen kennen (s. „ Konzept zur interkulturellen Bildung“). Im Musikunterricht werden Lieder aus fremden Ländern gesungen, besondere Musikinstrumente wie auch Komponisten besprochen und kennengelernt. Musisch-kulturelle Beiträge werden somit auch immer wieder in den Foren präsentiert. Des Weiteren gibt es regelmäßig AGs (z.B. Afrika-AG), in denen sich die Schülerinnen und Schüler mit fremden Kulturen auseinandersetzen. Ebenso werden in anderen Fächern wie Religion oder Sachunterricht interkulturelle Aspekte gefördert.

Eine der wichtigsten Zielsetzungen in der Grundschule ist der Erwerb der Lesekompetenz. Diese schafft die Grundlage, sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und berufliche Ziele erreichen zu können. Darum ist es unser Ziel, über den Deutschunterricht hinaus die Lesefähigkeit- und fertigkeit unserer Schülerinnen und Schüler und dazu begleitend die Kompetenz des sinnentnehmenden Lesens zu fördern. Die Lesegenauigkeit der Kinder soll verbessert und das Lesetempo gesteigert werden. Auch ist es unser Bestreben, sie mit wertvollen altersgemäßen literarischen Texten bekanntzumachen. Zur Erreichung dieser Ziele setzen wir verschiedene Maßnahmen ein:

In Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Flohkiste“ wurde bereits mehrfach ein „Lesefitness-Training“ durchgeführt, das jedem Deutschlehrer an unserer Schule von der Fachkonferenz Deutsch sehr empfohlen wird. Bei der Lesefitness geht es zum Einen um Lesefertigkeit, Lesegenauigkeit und Lesetempo. Die Übungen sind dabei so angelegt, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Leistungen selbst messen und einschätzen können. Sie können sehen, welche Fortschritte sie machen und werden so zum weiteren Üben/Training motiviert. Zum Anderen wird auch die Fähigkeit des sinnentnehmenden Lesens durch gezielte Aufgaben überprüft und erweitert. Die Schülerinnen und Schüler müssen bei der Beantwortung der Fragen beweisen, dass sie nicht nur rein „technisch“ lesen können, sondern dass sie auch den Inhalt des gelesenen Textes verstanden haben. Das Ziel dieser sieben im Abstand von ca. 12 Wochen durchzuführenden Lesefitness-Checks besteht darin, jedem Kind individuell die Möglichkeit zu geben, durch ständiges Lesetraining seinen persönlichen Fortschritt in der Leseleistung zu verfolgen.

Um den Schülerinnen und Schülern den Zugang zu wertvoller altersgemäßer Kinderliteratur zu ermöglichen, wird das Lesen von Ganzschriften in den Deutschunterricht integriert. Die Fachkonferenz Deutsch hat festgelegt, dass jeweils im 2. und im 4. Schuljahr eine Ganzschrift verpflichtend behandelt wird. Im 3. Schuljahr kann die jeweilige Lehrkraft selbst über den Einsatz einer Ganzschrift entscheiden. Die Fachkonferenz Deutsch gibt für die einzelnen Schuljahre folgende Empfehlungen zur Auswahl von Ganzschriften: „Zirkus Tamtini“ von Elisabeth Stiemert für das 2. Schuljahr, „Fliegender Stern“ von Ursula Wölfel für das 3. Schuljahr, „Die Wunderinsel“ von Irina Korschunow für das 4. Schuljahr. Selbstverständlich können die Deutschlehrkräfte auch andere Ganzschriften ihrer Wahl einsetzen.

Seit 1990 präsentiert die Stadt Vechta die Veranstaltungsreihe „Bücherfrühling“. Innerhalb von zwei Wochen im April finden Lesungen renommierter Autoren statt, wobei ein Schwerpunkt die Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler vom 1. bis zum 8. Schuljahr sind. Seit langem nehmen alle Klassen unserer Schule in jedem Jahr an jeweils einer Lesung teil. Dabei werden die Kinder an wertvolle altersgemäße Literatur herangeführt und es stehen sowohl die Vermittlung interessanter und lehrreicher Inhalte als auch Spannung und Spaß im Mittelpunkt.

Das Lesetagebuch dient der besonderen und intensiven Auseinandersetzung der Kinder mit der jeweiligen Buchlektüre und unterstützt einen offenen und differenzierten Deutschunterricht. Laut Empfehlung unserer Fachkonferenz Deutsch kann damit bereits im 2. Schuljahr begonnen werden, auch begleitend zum Lesen einer Ganzschrift, aber spätestens im 4. Schuljahr sollen die Kinder in die Führung eines Lesetagebuches eingewiesen werden. Dabei wird ihnen als Hilfe ein Aufgabenkatalog in Form einer Übersicht an die Hand gegeben, der ihnen erläutert wird und den sie vorne in ihr Tagebuch kleben (s. Ordner „Leseförderung“). So dient er immer wieder dem einzelnen Kind als Anregungshilfe, auch bei der Lektüre zu Hause.

Neben dem Dokumentieren steht das Präsentieren der Ergebnisse im Mittelpunkt. In speziellen Lesestunden kann das Kind seine Eintragungen den anderen präsentieren und sich mit den Tagebuch-Eintragungen der anderen austauschen, z.B. über den Buchinhalt, Verhalten der Personen, Verstehensprobleme usw.

Dieses Projekt wurde im Jahre 2005 zum ersten Mal und mit Erfolg durchgeführt, so dass es seitdem immer im Frühjahr einige Wochen lang mit den jeweiligen Schulneulingen durchgeführt wird. Diese bekommen einen „Lesefreund“ oder eine „Lesefreundin“ aus dem jeweiligen 2. Schuljahr zugeordnet, und diese Lesepaten bereiten Bücher zum Vorlesen vor. Die beiden Lesefreunde wählen sich in der Schule einen der vorbereiteten Leseplätze aus, wo sie sich gemeinsam mit dem Buch beschäftigen. Begleitend dazu kann in einem „Lesepass“ gearbeitet werden, z.B. Fragen zum Buch beantworten oder dazu malen. Zum Schluss des Projektes bekommen die Lesefreunde eine „Lesepass - Urkunde“ (s. Ordner „Leseförderung“). Immer zwei Jahre später sind die Rollen vertauscht: Der ehemalige Schulneuling liest nun einem neuen Schulanfänger vor.

Seit drei Jahren ist das Projekt „Lesefreund“ durch die enge Zusammenarbeit mit dem Kindergarten St. Elisabeth in eine Reihe von Maßnahmen integriert, die zur Erleichterung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule für die jeweiligen Schulneulinge durchgeführt werden (s. Kooperationsvereinbarungen mit dem Kindergarten St. Elisabeth).

Da das Internetprogramm „Antolin“ Schülerinnen und Schüler nachhaltig zum Lesen motiviert, hat unsere Schule im Jahr 2009 eine Schullizenz erworben. Jedes Kind einer teilnehmenden Klasse bekommt ein passwortgeschütztes Lesekonto unter www.antolin.de. Das Kind liest ein Buch und beantwortet anschließend im Internet dazu Fragen. Für jede richtige Antwort bekommt es auf einem persönlichen Lesekonto Punkte gut geschrieben. Die Eltern erhalten einen erklärenden Brief (s. Ordner „Leseförderung“) und können die Leseentwicklung ihres Kindes mitverfolgen. Kinder mit besonders guten Leistungen erhalten eine Urkunde.

Lesenacht: Zum ersten Mal führten im Schuljahr 2009/10 die Klassenlehrerinnen des 1. und 3. Schuljahres mit Unterstützung von einigen Eltern eine gemeinsame Lesenacht durch. Sie hatten Lesestationen mit vielfältigen Angeboten vorbereitet. Die jeweiligen Lesepaten stellten sich gegenseitig ihr Lieblingsbuch vor. In der Pausenhalle hatten die Kinder auf ihren Matratzen Gelegenheit zum Lesen bis zum Einschlafen. Aufgrund des Erfolges ist angedacht, dass die Lesenacht ein fester Bestandteil zur Leseförderung werden soll.

Welttag des Buches: An diesem in jedem Jahr am 23. April stattfindenden Welttag des Buches hat unser 4. Schuljahr 2010 zum ersten Mal teilgenommen. In einer Buchhandlung wird den Kindern vorgelesen und mit ihnen über das Buch gesprochen. Das jeweilige Aktionsbuch erhalten die Kinder als Geschenk.

Bundesweiter Vorlesetag: Seit 2007 nimmt unsere Schule am jeweils im November stattfindenden bundesweiten Vorlesetag teil. Prominente und andere Lesebegeisterte lesen unseren Kindern aus einem Kinderbuch ihrer Wahl vor. Durch diese gemeinsame Initiative der Stiftung Lesen und der Wochenzeitung „Die Zeit“ soll der frühzeitige Kontakt zu Büchern und die Lust am Lesen gefördert werden.

Zeitungsprofi mit der OV: Die lokale Oldenburgische Volkszeitung bietet für die Klassen 3 und 4 die Aktion „Lesepass“ an, an der wir regelmäßig teilnehmen. Eine Woche lang wird den Kindern täglich kostenlos die Zeitung geliefert, die im Unterricht gelesen und unter verschiedenen Aufgabenstellungen näher untersucht wird. Ergebnisse der Erarbeitung werden in einen von der OV zur Verfügung gestellten Lesepass eingetragen. Auf diese Weise lernen die Schüler den Aufbau einer Tageszeitung kennen.

Jede Klasse hat eine kleine Klassenbücherei zum Ausleihen von Büchern. Neben einem festen Bestand wird die Klassenbücherei im Laufe der vier Schuljahre ständig um „Geburtstagsbücher“ bereichert: Statt Süßigkeiten o.ä. bringt jedes Kind an seinem Geburtstag ein altersgemäßes Buch als Geschenk für die Klasse mit. Das Buch wird vorgestellt sowie daraus vorgelesen und kann ausgeliehen werden. Am Ende des 4. Schuljahres werden alle geschenkten Bücher der Schülerbücherei zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise wird z. Zt. in allen Klassen verfahren, alle Erziehungsberechtigten haben dieser Regelung im Sinne der Leseförderung gern zugestimmt. Auf dem ersten Elternabend jedes neuen 1. Schuljahres wird darüber abgestimmt.

Im Jahr 2009 wurde mit Unterstützung des Fördervereins eine neue Schülerbücherei eingerichtet, die ehrenamtlich von zwei Eltern betreut wird. Die Schülerinnen und Schüler haben zweimal wöchentlich die Gelegenheit, sich Bücher auszuleihen.

Damit die Kinder auch eine größere Bücherei kennenlernen, besuchen sie im

2. Schuljahr im Rahmen des Projektes „Lesefreund“ gemeinsam mit den jeweiligen Schulneulingen die Stadtbücherei St. Georg. Von den Bibliotheksmitarbeitern werden sie in die Handhabung der Bücherei eingewiesen.

Im Rahmen dieser unterschiedlichen Leseförderungsmaßnahmen lernen die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit verschiedenen Medien kennen. Es ist unser Bestreben, ihnen dabei Hilfestellungen zu einem bewussten und kritischen Umgang zu vermitteln (s. Medienkonzept).




5.7. Religiöse Erziehung

Die Grundschule Hagen ist eine Grundschule für Schülerinnen und Schüler katholischen Bekenntnisses. Die meisten Kinder sind katholisch, einige evangelisch, islamisch oder ohne Konfession. Aus diesem Grunde und auf der Grundlage des § 2 des NSCHG hat die Vermittlung von christlichen Grundwerten und Normen für unser Kollegium einen hohen Stellenwert.

Der planmäßige katholische Religionsunterricht wird nach den Vorgaben des Kerncurriculums Religion gestaltet. Nicht weniger wichtig sind die vielfältigen Ausdrucksformen des christlichen Miteinanders, um die sich das gesamte Kollegium täglich bemüht:

In der Adventszeit treffen sich jeweils montags alle Schülerinnen und Schüler in der Pausenhalle zu einer Adventsfeier. Gemeinsam werden Advents- und Weihnachtslieder gesungen, Geschichten und Gedichte vorgetragen. Jede Klasse gestaltet eine der Adventsfeiern, die über den Religionsunterricht hinaus auch in anderen Unterrichtsbereichen vorbereitet wird. Nach den Weihnachtsferien feiern wir gemeinsam das Dreikönigsfest. Da viele Kinder am Tag vorher als heilige drei Könige von Haus zu Haus gezogen sind und Spenden gesammelt haben, singen sie ihr Lied vor und sprechen ihre Segenswünsche. Am Eingang der Schule wird der Segensspruch angeschrieben.

Mit unserer Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt verbindet uns eine enge Zusammenarbeit. Die von unserer Schule vorbereiteten Wortgottesdienste werden von den Gemeindepriestern in der Kirche Marienhain durchgeführt. Die für die Erstkommunionsvorbereitung zuständige Pastoralreferentin informiert uns über die Themen des von Katecheten erteilten Erstkommunionsunterrichtes außerhalb der Schule, so dass die Inhalte des Religionsunterrichtes darauf abgestimmt werden können.

Bei der Prozession zum Fronleichnamsfest gehen die jeweiligen Erstkommunionkinder in ihren weißen Kleidern und dunklen Anzügen mit Blumenkörben und -fackeln mit, ebenso bei der Prozession am Fest Christi Himmelfahrt, die in Vechta jedes Jahr aus Dank für den Abzug der Schweden nach dem Dreißigjährigen Krieg abgehalten wird. Regelmäßig stellen die Messdiener ihren Aufgabenkatalog und ihre Freizeitangebote im 4. Schuljahr in der Schule vor und gewinnen so neue Mitglieder. Unser Schulchor beteiligt sich ab und zu an der musikalischen Gestaltung eines Sonntagsgottesdienstes und Kinder unserer Schule spielen manchmal bei Krippenfeiern mit. Eine Reihe von Kindern des 2., 3. und 4. Schuljahres nehmen an der jährlich stattfindenden Bibelwoche teil und erzählen im Unterricht von ihren Eindrücken.

Jeweils zu Beginn der Advents- und der Fastenzeit übermitteln wir unseren Kindern die Spendenkästchen der Hilfswerke MISEREOR und ADVENIAT. Im Religionsunterricht machen wir sie mit der Situation der Kinder in den jeweils für die Spendenaktionen bestimmten armen Ländern vertraut und versuchen sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten zum Spenden zu motivieren. In den Wortgottesdiensten zur Adventszeit und kurz vor Beginn der Osterferien werden die zurückgebrachten Spendenkästchen zum Altar gebracht.

Die Förderung der für das Zusammenleben in der Gemeinschaft so wichtigen Sozialkompetenz ist zum einen ein bedeutendes Ziel der religiösen Erziehung, soll aber zum anderen Aufgabe aller an unserer Schule arbeitenden Personen sein. Diese sehr umfassende Aufgabe ist bereits in dem Leitziel zur „Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens“ sowie in einigen Konzepten („Schulleben“, „Schulordnung“, „Integration“) näher beschrieben worden.




5.8. Bewegungsförderung und Bewegungserziehung

Bewegungsförderung und Bewegungserziehung gehören zum Bildungsauftrag der Schule. Neben dem Sportunterricht gehören weitere bewegungsfördernde Aktivitäten im Schulalltag in einem bewegungsfreundlichen Umfeld dazu.

Die Zielsetzungen von Bewegungsförderung und Bewegungserziehung sind sehr breit. Sie umfassen Freude an der Bewegung, den Erwerb von motorischen Fertigkeiten, Förderung konditioneller und koordinativer Fähigkeiten sowie kognitiver Leistungsfähigkeit, den Erwerb von sozialen Kompetenzen und anderes mehr.

In unserem schuleigenen Arbeitsplan für das Fach Sport geht es um den organisatorischen Rahmen, um die Festlegung zur Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung und um weitere schulische und außerschulische Aktivitäten im Rahmen des Sportunterrichts. Dieser schuleigene Arbeitsplan wird zur Qualitätssicherung nach gewisser Zeit evaluiert.

Gemäß unseren schulischen Rahmenbedingungen (hierzu gehören das Schulgebäude, die Unterrichtsräume, die Pausenhalle, das Pausengelände, die Sporthallen der Christophorusschule und der Geschwister-Scholl-Schule, ab dem Frühjahr der nahegelegene Sportplatz am Bergkeller) können wir bisher folgendes umsetzen:




5.9. Unterstützung der kindlichen Neugier und des Interesses für die Lebenswelt

„Kindgemäße Entwicklung, kindgerechtes Lernen brauchen mehr Zeit, als an Schulen üblicherweise zur Verfügung steht, denn Schule ist mehr als Unterricht (nach: Handbuch Ganztagsschule S. Appel).

Kinder möchten ihre Lebenswelt entdecken. Diesen natürlichen Forschergeist wollen wir mit unterschiedlichen Angeboten und mit allen Sinnen fördern. Zuerst einmal gilt es, den nahen Bereich der Schulumgebung zu entdecken. Dazu gehört z.B. der Gang in das benachbarte Waldstück, Erkundungen der nahe gelegenen Wiesen und die gemeinsamen Wandertage. Außerdem übernehmen die Kinder im Schulalltag den Blumendienst und sammeln, säen, hegen und pflegen darüber hinaus im Rahmen des Sach- und Deutschunterrichts und auch der Betreuung unterschiedliche Pflanzen der Umgebung.

Den Schülern wird des Weiteren die Möglichkeit gegeben, durch Tageswanderungen die Ortsanlagen und Landschaften der Heimat kennen zu lernen (z.B. „Doofer Dirk“, Bauernhof Espelage, Eisarena, Galgenberg). Die Kinder sollen dabei ihre Heimatgemeinde entdeckend erschließen und die Vielfältigkeit ihres Wohnortes schätzen lernen. In Zusammenarbeit mit den verschiedenen Institutionen besuchen wir dabei das Rathaus, die Feuerwehr, die Kirche, die Bücherei, das Altenheim u.a.

Wir schauen aber auch über den engeren Rahmen des eigenen Wohn- und Schulortes hinaus. Dazu unternehmen wir Wanderungen und Klassenfahrten in die nähere Umgebung, z.B. nach Bremen, Osnabrück, Cloppenburg u.a.

Im Bereich der Verkehrserziehung, insbesondere bei der Radfahrprüfung, arbeiten wir eng mit der örtlichen Polizei zusammen. Regelmäßig finden Mobilitätstage, Fahrradüberprüfungen und Radfahrprüfungen sowie Belehrungen über das sichere Verhalten im Straßenverkehr (insbesondere an der Landwehrstraße) statt.

Fester Bestandteil unseres Programms ist eine gute Zusammenarbeit mit der katholischen Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt und dem benachbarten Kloster Marienhain, in dessen Kirche wir regelmäßig unsere gemeinsam gestalteten Schulwortgottesdienste feiern (s. Leitziel „Religiöse Erziehung“).

Jährlich finden kulturelle Angebote und Veranstaltungen für die Kinder im Theater, auf der Freilichtbühne und im Gulfhaus statt. Fest im Schulleben verankert ist die Bläserklasse und regelmäßig angebotene kulturelle AG's. Hinzu kommen vielfältige andere Aktivitäten wie Schulfeste, Lesenächte und Vorlesetage, die zur Erweiterung der kulturellen Erfahrung der Schüler beitragen (s. Leitziel „Förderung der

musisch-kulturellen Bildung“).

Angestrebt werden dabei besonders die Begegnung und der Umgang mit Kindern nichtdeutscher Muttersprache, Jüngeren, Alten, Kranken und Behinderten. Dies spiegelt sich wider im Kindergartenpatenprojekt, in der Zusammenarbeit mit dem

St. Hedwig-Stift sowie der Kooperation mit der Erich Kästner-Schule. Auf diese Weise wird eine tolerante Begegnung mit anderen geübt (s. Leitziel: „Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens“).

Angebote und Projekte im Textil- und Werkunterricht, z.B. der Bau von Murmelbahnen, Flößen u.a. bieten einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung ästhetischer Erfahrungen.

Seit Ende des Schuljahres 2009/10 beteiligt sich unsere Schule am KITec-Projekt („Kinder entdecken Technik“) der Siemens-Stiftung. Die Schülerinnen und Schüler erhalten erste Einblicke in technische Zusammenhänge und lernen spielerisch, Werkstücke zu entwickeln und herzustellen (s. „ Kooperationsvereinbarung KITec“).




5.10. Enge Zusammenarbeit im Kollegium und mit Eltern

Kooperation im Kollegium

Intensive und sinnvolle Zusammenarbeit erfordert häufige Zusammenkünfte der Lehrpersonen. An einem festgelegten Wochentag (Montag) finden an unserer Schule regelmäßige Dienstbesprechungen sowie Gesamt-, Fach- und Klassenkonferenzen statt (Protokolle s. entsprechende Ordner). Zusätzlich kommen, auch an anderen Wochentagen, Team- und Gruppengespräche, Fachdienstbesprechungen sowie Schulvorstandssitzungen hinzu. An Beratungsgesprächen mit Eltern nehmen oft zwei oder mehr Lehrpersonen teil, die sich vorher gemeinsam auf die Gespräche vorbereiten.

Für alle Schüler/innen ist eine klar strukturierte Einteilung des Unterrichtstages von großer Bedeutung. Nach einem offenen Beginn (20 Minuten) beginnt der Unterricht mit einer Blockstunde, an die sich das gemeinsame Frühstück anschließt. So haben die Kinder in der großen Pause genügend Zeit zum Spielen und Entspannen. Nach der guten Erfahrung mit der Blockstunde, die im Jahre 2001 bei der Einführung der Verlässlichen Grundschule eingerichtet wurde, haben wir eine weitere Blockstunde nach der großen Pause hinzugefügt. Danach schließt sich erneut eine längere Spielpause an. In der 5. Stunde haben das 1. und 2. Schuljahr Betreuungszeit mit Ausnahme des Montags (jeweils die 21. Unterrichtsstunde). Für das 3. und 4. Schuljahr setzt sich in der 5. und an manchen Tagen in der 6. Stunde der Unterricht fort.

Für Kinder, die am Nachmittagsangebot unserer Ganztagsgrundschule teilnehmen, schließt sich das Mittagessen und eine Entspannungspause an. Darauf folgen Hausaufgabenbetreuung und Arbeitsgemeinschaften (s. Übersicht „Tagesablauf in der Ganztagsgrundschule Hagen“ und Leitziel „Vielfältige Förderung der Kinder im Nachmittagsangebot“).

Um einen möglichst reibungslosen Ablauf dieser Tageseinteilung zu gewährleisten, werden auf den regelmäßigen Dienstbesprechungen neben anderen Themen immer wieder organisatorische Regelungen und Absprachen überlegt. Zwar wiederholen sich manche Veranstaltungen in jedem Jahr, aber sie müssen immer an die jeweiligen Gegebenheiten des betreffenden Schuljahres angepasst werden. Außerdem hat das Kollegium verschiedene Konzepte erarbeitet, die die Organisation des Schulalltags erleichtern (s. Konzepte „Grundsätze für die Unterrichtsorganisation“, „Grundsätze für den Einsatz von Klassen- und Fachlehrer/innen“, „Einarbeitung von neuen Mitarbeiter/innen“, „Vertretungskonzept“, „Raumordnung“, „Geschäftsplan“, „Ganztagskonzept“). Alle Kolleginnen kennen diese Konzepte, so dass im Gegensatz zu früher viele Hinweise und Erklärungen nicht mehr notwendig sind. Neue Mitarbeiter/innen werden über unsere Konzepte informiert. Ein Ordner mit unseren Konzepten steht im Lehrerzimmer zur Einsichtnahme ständig zur Verfügung.

Zur Organisation eines möglichst reibungslosen Ablaufs des Schulalltags gehört die Festlegung und Beachtung von Verhaltensregeln im Umgang der Schüler/innen miteinander. Unsere Schulordnung hängt für alle Kinder gut sichtbar im Flur. Sie wird als Thema zu Beginn des Schuljahres und bei aktuellen Anlässen im Unterricht behandelt. Dazu stellen die Klassen jeweils Klassenregeln auf (s. Leitziel „Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens“).

Unsere schuleigenen Arbeitspläne wurden über einen längeren Zeitraum in Fachdienstbesprechungen erarbeitet. Die Elternvertreter/innen der Fachkonferenzen erhielten die Entwürfe zur Information und in den Fachkonferenzen wurde über die schuleigenen Arbeitspläne abgestimmt (s. Protokolle im Ordner „Fachkonferenzen“). Zur Zeit werden in einigen Fächern die Arbeitspläne bereits wieder überarbeitet. Schulleiterin und Fachkonferenzleiterinnen fordern die Kolleginnen auf, im Laufe des Schuljahres in den Arbeitsplänen handschriftliche Eintragungen vorzunehmen. Auf diese Weise soll auch das zwischenzeitlich erarbeitete Methodenkonzept eingearbeitet werden. Diese in der Praxis erarbeiteten Hinweise sollen bei der Überarbeitung der Arbeitspläne miteinbezogen werden.

Ausgehend von den Vorgaben der Kerncurricula wurden in Fachdienstbesprechungen für die einzelnen Fächer Kriterien zur Leistungsmessung und -beurteilung erarbeitet, den gewählten Elternvertreterinnen und Elternvertretern für die Fachkonferenzen zur Information übermittelt und in den Fachkonferenzen darüber abgestimmt (s. Protokolle im Ordner „Fachkonferenzen“). Einige Kriterien werden bereits wieder überarbeitet. Ein Ordner mit den Leistungskriterien für alle Fächer steht zur ständigen Einsichtnahme im Lehrerzimmer. Auf Elternabenden werden die Eltern über die Kriterien informiert.

Im Hinblick auf Leistung sind unserem Kollegium aber nicht nur die Beurteilungsmaßstäbe wichtig, sondern wir wollen die Kinder auch dahingehend erziehen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas leisten zu wollen. (Dazu s. Leitziel „Erziehung zur Leistung“).

Im Jahre 2007 hat das Kollegium die Arbeit am Schulprogramm begonnen. Vorausgegangen war eine umfangreiche Befragung der Eltern zu vielen Bereichen der schulischen Arbeit. Aus den Ergebnissen dieser Befragung ergab sich eine Bestandsaufnahme, die Grundlage für die Festlegung von Arbeitsschwerpunkten war. Leitziele wurden im Kollegium gemeinsam festgelegt und in Einzel- bzw. Teamarbeit näher ausgearbeitet, in Dienstbesprechungen diskutiert sowie ergänzt und in Gesamtkonferenzen verabschiedet (s.Ordner „Gesamtkonferenzprotokolle“).

Seit dem Jahre 2006 haben wir auf dem wie oben beschriebenen Weg eine Reihe von Konzepten erarbeitet, die in verschiedenen Bereichen unsere schulische Arbeit mit ihren Zielsetzungen näher beschreiben (s. Übersicht „Konzepte der Grundschule Hagen“). Ein Ordner mit allen Konzepten steht im Lehrerzimmer zur Einsichtnahme bereit. Für die Eltern hängen unsere Konzepte an der Pinnwand im Flur aus, so dass sie sich dort über unsere Arbeit näher informieren können.

Auch in Zukunft werden das Schulprogramm und die Arbeit an Konzepten Bestandteile unserer Teamarbeit sein. Neue Konzepte werden hinzukommen, während die bestehenden sowie das Schulprogramm evaluiert werden müssen.

Jede Lehrkraft sollte im Sinne der ihr anvertrauten Schüler/innen ständig um die Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen bemüht sein. Das kann eigenständig und/oder gemeinsam mit dem Kollegium gelingen. Wichtig ist der Austausch auf Jahrgangsebene, der an unserer Schule als Ausnahmefall nur in einem Jahrgang möglich ist. Die in diesen beiden parallelen Klassen arbeitenden Lehrkräfte treffen Absprachen über Unterrichtsthemen und -inhalte. Klassenarbeiten werden gemeinsam erstellt, parallel geschrieben und gemeinsame Bewertungskriterien festgelegt.

Schulische Funktionen und Zuständigkeiten wurden zuletzt 2009 gemeinsam festgelegt (s. Anlage „Schulische Funktionen“). Da unser Kollegium nur aus sieben Lehrkräften besteht, ist jede Lehrkraft in der Regel für zwei oder mehr Bereiche zuständig. Insgesamt findet im Kollegium ein allgemeiner Austausch von Ideen und Erfahrungen statt. Problemfälle werden gemeinsam durchdacht und erörtert. Gegenseitige Unterstützung und Hilfe sind selbstverständlich, insbesondere in dem Fall, wenn eine Kollegin ein für sie neues Fach übernimmt. Jede Lehrkraft stellt gerne Unterrichtsmaterialien, Kopiervorlagen usw. zur Verfügung. Die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen wird gefördert und in Dienstbesprechungen werden die Ergebnisse und Erfahrungen weitergegeben. Für schulinterne Lehrerfortbildungen wird aus Kostengründen mit unseren drei „kleinen Kooperationschulen“ (s. Ordner „Kooperation mit kleinen Grundschulen“) gemeinsam ein Thema überlegt, von der Gesamtkonferenz beschlossen und durchgeführt. Lehreranwärter/innen, Praktikantinnen und Praktikanten von der Hochschule und von der Fachschule für Sozialpädagogik Marienhain werden von verschiedenen Lehrkräften intensiv betreut, die auch offen sind für von diesem Personenkreis neu eingebrachte Inhalte, Ansätze und Methoden. Im Hinblick auf die Erleichterung des Übergangs nach der 4. Klasse tauschen sich die Fachkonferenzleiter unserer Schule mit Fachkonferenzen weiterführender Schulen über Inhalte und Bewertungskriterien aus.

Kooperation mit Eltern

Die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule ist ein zentrales Anliegen. Beide tragen gemeinsam die Verantwortung für die Kinder. Die Eltern haben diese Verantwortung von Geburt an, zumindest bis zur Volljährigkeit. Sie begleiten ihre Kinder auch dann noch, wenn die Lehrkräfte sie längst aus den Augen verloren haben, denn diese sind jeweils nur für eine zeitlich begrenzte Phase beteiligt. Die Grundschule Hagen weiß dies und nutzt das elterliche Engagement. Erst die Verbindung der Biographien der Kinder, die Kompetenzen der Eltern mit der pädagogischen Kompetenz der Lehrkräfte kann alle möglichen Handlungs- und Gestaltungsspielräume in der Schule aufzeigen und vielfältig gestalten. Auf diese Weise sind Lehrkräfte nicht nur Wissensvermittler, sondern wir bemühen uns, den Eltern auch als Partner im nicht immer leichten Erziehungsprozess zur Seite zu stehen.

Durch den regelmäßigen Austausch zwischen Schule und Elternhaus soll ein effektives Lernumfeld geschaffen werden. Dieser ständige Austausch beinhaltet sowohl umfassende Information als auch Beratung der Eltern.

Regelmäßige Elternbriefe informieren die Eltern über alle Entwicklungen und Veranstaltungen in der Schule (s. Ordner „Elterninformationen“). Auf den Elternabenden der einzelnen Klassen informieren die Lehrkräfte die Eltern über die Inhalte des Unterrichtsstoffes, die Leistungskriterien usw. und tauschen sich über alle aktuellen Probleme aus. Über ein für alle Klassen wichtiges Thema wird in Gesamtelternversammlungen informiert. Unsere Homepage gibt Eltern und Kinder insbesondere die Möglichkeit, sich von Veranstaltungen unserer Schule Fotos anzusehen und auszudrucken.

Zum Erziehungsauftrag der Schule gehört auch die Beratung, die somit Aufgabe jeder Lehrkraft ist. Unsere Schule hat der Bedeutung der Gespräche zwischen Eltern und Lehrkräften Rechnung getragen und ein Beratungskonzept entwickelt. Dieses Konzept zeigt auf, an wen sich der oder die Ratsuchende in welchen Situationen wenden kann, um Hilfe und Unterstützung zu erhalten (s. „Beratungskonzept“).

Zwischen Eltern und Lehrkräften können Konfliktsituationen entstehen, die Beschwerden nach sich ziehen. Über den Umgang mit Beschwerden hat die Grundschule Hagen ein Beschwerderegelungskonzept entwickelt (s. „Beschwerderegelungskonzept“).

Die Grundschule Hagen bindet die Eltern in den durch die gesetzlich geregelte Mitwirkung bestehenden Gremien (Klassenelternschaften, Schulelternrat, Schulvorstand, Gesamt- und Fachkonferenzen) in alle relevanten Entscheidungen ein, über deren Thematik vorher umfassend informiert wird. Das gilt besonders für Aspekte der Schulentwicklung, die sie mit ihrem Votum nachhaltig beeinflussen können. So fordert und fördert die Grundschule Hagen die aktive Mitwirkung der Eltern in Entscheidungsprozessen und am schulischen Alltag.

Um den Schüler/innen im Laufe des Schuljahres ein vielfältiges Schulleben (s. Konzept „Schulleben“) zu ermöglichen, ist die Schule auf die Mithilfe der Eltern angewiesen. Das Kollegium ist dankbar für den immer wiederkehrenden Einsatz der Eltern bei der Planung und Durchführung vieler Vorhaben und Projekte (Schulfeste, Klassenfeste, Radfahrradprüfung, Bundesjugendspiele usw.).

Die Bereitschaft der Eltern zur Mitwirkung und Verantwortungsübernahme über die Mitwirkungsgremien hinaus findet ihren organisierten Ausdruck im Förderverein unserer Schule. Dieser wurde 2007 von engagierten Eltern gemeinsam mit der Schulleitung gegründet und unterstützt ideell sowie insbesondere materiell die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Grundschule Hagen. Auch bereichert er unser Schulleben durch mehrere von ihm initiierte im Ein- oder Zweijahresrhythmus wiederkehrende Veranstaltungen (s. Konzepte

„Unser Förderverein“ und „Schulleben“).

Durch die in jedem Jahr stattfindenden Elternbefragungen im 4. Schuljahr bemüht sich die Grundschule Hagen, ihre schulische Arbeit zu verbessern. Im Allgemeinen füllen etwa zwei Drittel der jeweiligen Klassenelternschaft den anonymen Bogen aus (s.“ Elternfragebogen“). Die Eltern geben uns auf diese Weise wertvolle Hinweise für die unterrichtliche Arbeit, machen Verbesserungsvorschläge oder/ und kritische Anmerkungen. In Dienstbesprechungen und Gesamtkonferenzen werden die Ergebnisse vorgestellt, beraten und daraus Schlüsse für die weitere Arbeit gezogen. Auf diese Weise tragen die Eltern zur Qualitätsverbesserung der schulischen Arbeit bei.




5.11. Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen

Wie andere Schulen auch arbeitet die Grundschule Hagen schon immer mehr oder weniger eng mit außerschulischen Einrichtungen zusammen und verbindet so ihre Unterrichtsinhalte mit dem Fachwissen und der Erfahrung vieler außerhalb der Schule arbeitenden Menschen. Als Bestandsaufnahme haben die Mitglieder unserer Gesamtkonferenz vor einiger Zeit eine Übersicht über die „Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen“ erstellt (s. entsprechendes Konzept) und dies als ein Leitziel für das Schulprogramm festgelegt. Im Folgenden werden die Zielsetzungen und die Maßnahmen zur Umsetzung näher beschrieben.

Der für unsere Region zuständige Dezernent lädt regelmäßig zu Schulleiterdienstbesprechungen ein. Mit besonderen Problemen im Umgang mit lernschwachen oder verhaltensauffälligen Schüler/innen wenden wir uns an den zuständigen Schulpsychologen, der die Klassenlehrerin und die Eltern des betreffenden Kindes berät und Möglichkeiten der weiteren Förderung aufzeigt. Die Regionale Lehrerfortbildung der Landesschulbehörde bietet ein umfangreiches Programm für die Lehrerfortbildung an, von dem unser Kollegium gern Gebrauch macht.

Die Grundschule Hagen steht wie sieben weitere Grundschulen in Trägerschaft der Stadt Vechta. Daher sind mehrmals jährlich stattfindende Schulleiterdienstbesprechungen mit dem Schulamt der Stadt Vechta zu einer festen Einrichtung geworden. Für die jährliche Schulbereisung des Schulausschusses im Monat März kann unsere Schule voher ihre Wünsche hinsichtlich baulicher Maßnahmen und Anschaffungen angeben. Nach dem Besuch aller Schulen der Stadt Vechta entscheidet der Schulausschuss über Zustimmung, Ablehnung oder Verschiebung der Anträge. An dem in jedem Jahr von der Stadt Vechta organisierten Bücherfrühling und der im November angebotenen Theateraufführung der Landesbühne Niedersachsen-Nord nimmt unsere Schule regelmäßig teil. Zu einer festen Einrichtung ist das Theaterprojekt „Mein Körper gehört mir“ der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück geworden, das die Stadt Vechta finanziell unterstützt (s. Präventionsprojekt).

Auch mit dem Landkreis Vechta arbeitet unsere Schule eng zusammen. Diese Behörde ist für die Schülerbeförderung zuständig, die auch zu unserer Schule Buslinien eingerichtet hat. Rechtzeitig vor Beginn des neuen Schuljahres wird für die 2 km-Entfernung kostenlose Schülerbeförderung der Fahrkartenbedarf abgefragt, so dass die betreffenden Fahrschüler/innen bereits zu Beginn des neuen Schuljahres ihre Fahrkarten erhalten. Das Gesundheitsamt des Landkreises führt an unserer Schule in jedem Jahr die Aktion „Zahnarztkarten“ und den jährlichen Zahngesundheitstag als Präventionsmaßnahme durch. Der für die Einschulungsuntersuchung zuständige Amtsarzt überprüft jeweils im Frühjahr die Schulneulinge im Hinblick auf Schulreife und steht für die Beratung der Schulleiter bei problematischen Entscheidungen zur Einschulung zur Verfügung. Im Kreismedienzentrum des Landkreises können Lehrkräfte Medien verschiedenster Art für den Unterricht ausleihen.

Bereits ein langjähriger Partner für die Zusammenarbeit ist die Musikschule des Landkreises Vechta e.V. Im Frühjahr 2005 beschloss die Gesamtkonferenz unserer Schule die Einrichtung einer Bläserklasse für das neue Schuljahr. Seitdem besteht für unsere Schüler/innen die Möglichkeit, im Rahmen eines zweijährigen Projektes ein Blasinstrument zu erlernen. Mehrere Musiklehrer kommen für zwei Stunden wöchentlich zu unserer Schule, üben in der 1. Stunde getrennt nach Holz- und Blechinstrumenten und in der 2. Stunde mit allen Bläserkindern gemeinsam. Den Schülern bietet sich auf diese Weise besonders früh die Gelegenheit, in einem Orchester zu spielen. Die jeweilige Bläserklasse bereichert unser Schulleben durch regelmäßige Auftritte bei Schulfeiern und gibt eigene öffentliche Bläserkonzerte in der Pausenhalle unserer Schule (s. Konzept „Schulleben“). Diese enge Zusammenarbeit wurde in einer Kooperationsvereinbarung festgeschrieben.

Unsere Grundschule ist räumlich gesehen von sieben Nachbarinstitutionen umgeben, mit denen wir uns um eine gute bzw. sehr enge Zusammenarbeit bemühen:

Regelmäßig bildet unsere Schule Lehreranwärter/innen des Studienseminars Vechta aus (s. Konzept „Praktikanten und Lehreranwärter“). In der Betreuung als Mentorinnen wechseln sich die Kollegien ab.

Ebenfalls regelmäßig betreut unsere Schule Praktikantinnen und Praktikanten der Universität Vechta im Allgemeinen Schul- oder im Fachpraktikum aus (s. Konzept „Praktikanten und Lehreranwärter“). Schüler/innen und/oder Lehrpersonen nehmen an Fragebogenaktionen teil, die Studenten im Rahmen ihres Bachelor- oder Masterarbeit durchführen. Manche Kinder unserer Schule besuchen die Vorlesungen der Kinder-Uni.

In der Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen der Stadt Vechta werden Informationsabende für die Eltern zum Übergang angeboten. Unsere Schüler/innen werden für die Teilnahme an Schnuppertagen beurlaubt. Fachkonferenzleiterinnen unserer Schule stellen den Fachkonferenzen weiterführender Schule unsere schuleigenen Arbeitspläne sowie die von unserem Kollegium erstellten Kriterien zur Leistungsfeststellung und -bewertung vor, um den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule zu erleichtern.

Um diese und weitere Veranstaltungen auf Stadtebene vorzubereiten, treffen sich die Schulleiter/innen der acht Grundschulen der Stadt Vechta im allgemeinen zweimal im Jahr. Außerdem werden in diesem Kreis z.B. die Art und Weise der Durchführung vorschulischer Sprachfördermaßnahmen auf Stadtebene abgesprochen und Termine im Laufe des Schuljahres festgelegt. Aspekte der Schulentwicklung und Qualitätsverbesserung werden diskutiert, wie z.B im Jahre 2009 die Möglichkeit der Einführung der offenen Ganztagsschule in Vechta. Mit Hilfe eines gemeinsamen entwickelten Fragebogens wurde eine Bedarfsabfrage an den meisten Grundschulen der Stadt Vechta durchgeführt, die an drei Grundschulen die Einführung des zusätzlichen Nachmittagsangebotes zum 01.08.2010 zur Folge hatte. Um die damit verbundenen Probleme und Fragen bewältigen zu können, beschlossen die Christophorusschule, die Martin-Luther-Schule und unsere Grundschule Kooperationsvereinbarungen (s. Kooperationen)

Auch mit Schulleiter/innen weiterer Grundschulen bestehen im Rahmen einer freiwilligen Schulleiter/innen-AG Kooperationsvereinbarungen. So treffen sich die Schulleiterinnen der Ketteler-Schule Lohne, der Von-Galen-Schule Lohne, der Huntetalschule Goldenstedt, der Christophorusschule Vechta und der Grundschule Hagen mehrmals im Schuljahr, um Fragen zur Schulentwicklung und Qualitätsverbesserung zu erörtern (s. Kooperationen).

Im Rahmen des „Kooperationsverbundes Begabtenförderung“ treffen sich die Schulleiter/innen der betreffenden Schulen regelmäßig zur Absprache des organisatorischen Ablaufs und zur Diskussion über sich neu ergebende Aspekte (s. Leitziel „Kooperationsvereinbarungen“, „Erziehung zur Leistung“ und Ordner „Begabtenförderung“).

Seit vielen Jahren unterstützt unsere Schule mit dem Erlös aus Schulfesten Schulen im Ausland, wodurch sich verschiedene Kontakte und Briefpartnerschaften der Schüler/innen untereinander ergeben haben. Die Schwestern ULF im benachbarten Kloster Marienhain vermittelten den Kontakt zu einer Schule in Arusha/Tansania, die eine neue Grundschule aufbaute. 2009 beschloss die Gesamtkonferenz unserer Schule mit der Hälfte des Schulfesterlöses insbesondere den Deutschunterricht an einer Schule in Shukov in Russland zu unterstützen. Eine aus Russland stammende Lehrerin unserer Schule besucht regelmäßig diese Schule, bringt dringend notwndige Materialien mit und vermittelt Briefkontakte zwischen den Schüler/inen beider Schulen (s. Ordner). An einer Tafel im Eingangsbereich unserer Schule können Eltern und Kinder sich über die Zusammenarbeit mit dieser Schule näher informieren.

Das sozialpädagogische Thema „Mein Körper gehört mir“ wird in jedem 4. Schuljahr mit finanzieller Unterstützung der Stadt Vechta durch eine Theatergruppe aus Osnabrück einmal wöchentlich für einen Zeitraum von drei Wochen anschaulich und kindgerecht problematisiert und von der jeweiligen Klassenlehrerin im Unterricht vor- und nachbereitet (s. Präventionskonzept). Vorher haben unsere Eltern auf einer Sichtveranstaltung für alle Vechtaer Eltern der 4. Schuljahre die Gelegenheit, sich die drei verschiedenen Szenen des Projektes „Mein Körper gehört mir“ anzusehen und sich von den Schauspielern nähere Informationen geben zu lassen.

Diese Institutionen unterstützen insbesondere die Mobilitätserziehung unserer Schule. Mit ihrer Unterstützung sind wir in der Lage, in jedem Jahr die Mobilitätstage auf dem Stoppelmarkt und die Radfahrprüfung im 4. Schuljahr durchzuführen. Die regelmäßigen Fahrradkontrollen tragen zur Verkehrssicherheit bei, ebenso die Ausstattung der Schulneulinge mit den roten Mützen. Der Verkehrssicherheitsberater der Polizei stellt vielfältige Materialien zur Verfügung und führt mit unseren Schüler/innen alle zwei jahre das Projekt „Ansprechen von Kindern durch Fremde“ durch. Auf Beschluss unserer Gesamtkonferenz im Jahre 2009 ist unsere Grundschule Mitglied der Kreisverkehrswacht geworden (s. Mobilitätskonzept und Präventionskonzept).

Eine weitere Kooperation besteht mit der AG Regionale Umweltbildung Argarwirtschaft (RUBA). Dadurch haben die Schüler/innen die Gelegenheit, einen in der Nähe liegenden landwirtschaftlichen Betrieb (Hof Espelage in Telbrake) und die Produktion von landwirtschaftlichen Erzeugnissen näher kennen zu lernen. Diese Erkundung vor Ort wird gemeinsam mit einer RUBA-Fachkraft im Sachunterricht vorbereitet.

Besuche dieses Bauernhofes sowie von weiteren Lernstandorten mit der dadurch möglichen Erkundung vor Ort tragen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität bei. So oft wie möglich soll die Vermittlung von Unterrichtseinheiten durch originale Begegnungen vertieft werden. Für unsere Schule sind in der nächsten Umgebung folgende Lernstandorte wichtig:

Regelmäßig arbeitet unsere Schule ebenfalls mit folgenden weiteren Einrichtungen zusammen:




5.12. Vielfältige Förderung unserer Schüler/innen im Nachmittagsangebot

Bei den Planungen für eine „Offene Ganztagsgrundschule“ stand für das Kollegium folgender Gedanke im Vordergrund: Den Kindern bietet die zusätzliche in der Schule verbrachte Zeit mehr Raum zu mehr selbstgesteuertem Lernen, Entspannung, Spiel und Kommunikation, individuelle Förderung und somit auch vielfältige Möglichkeiten, soziale Kontakte zu knüpfen. Eine Bedarfsabfrage im Herbst 2009 ließ erkennen, dass auch in Hagen immer mehr Eltern den Wunsch haben, Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können und /oder sich individuelle Förderung für ihr Kind wünschen.

Da zwei weitere Grundschulen auch zu „Offenen Ganztagsgrundschulen“ werden wollten, wurde ein Kooperationsvertrag zur Zusammenarbeit getroffen (s. Kooperationsvereinbarungen). Jede Schule arbeitete ein Ganztagskonzept aus und stellte den Antrag auf Einführung beim Schulträger Stadt Vechta. Nachdem dieser zugestimmt hatte, bereiteten die drei Grundschulen gemeinsam die Einführung vor. Nach der Zustimmung des Kultusministeriums konnten die drei Grundschulen am 1.8.2010 mit dem Ganztagsangebot beginnen.

Über die Situation unserer Schule, die organisatorischen und pädagogischen Besonderheiten, die Begründung des Bedarfs und die Konzeption des Ganztagsschulangebotes mit ihren verschiedenen Zielsetzungen informiert ausführlich unser Ganztagskonzept.

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6. Evaluation und Schulqualitätsentwicklung

Dieses Schulprogramm ist eine Bilanz der bisherigen schulischen Arbeit. Es werden jedoch weiterhin Ziele formuliert, an deren Verwirklichung in Zukunft gearbeitet werden muss.

Arbeitsschwerpunkte der letzten zwei Jahre

Arbeitsschwerpunkte für die nächsten zwei Jahre

In der Gesamtkonferenz vom 13.12.2010 wurden für die nächsten zwei Jahre folgende Arbeitsschwerpunkte festgelegt:

Da die Schulentwicklung einen stetigen Prozess darstellt, ist es notwendig, dass die fachlichen und pädagogischen Ziele immer wieder im Rahmen schulinterner Evaluationen einer Überprüfung unterzogen werden. Auf Grund der gewonnen Daten und Rückmeldungen z.B. von Vergleichsarbeiten, Klassenarbeiten, Ergebnissen von Wettbewerben, Elternbefragungen werden gelungene Vorhaben fortgesetzt, begonnene Maßnahmen, wenn nötig, verändert und neue Ziele formuliert.

Dieses Schulprogramm wurde abschließend von der Gesamtkonferenz am 13.12.2010 beschlossen und verabschiedet. Es soll am Ende jedes Schuljahres auf einer Gesamtkonferenz evaluiert und fortgeschrieben werden.